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Zentralverband der Schornsteinfeger e.V.

Der Zentralverband der Schornsteinfeger wurde im Jahr 1932 gegründet. Der Verband besteht aus über 300 Mitgliedern.  Die ordentlichen Mitglieder des Verbandes  sind die selbstständig erwerbstätigen Schornsteinfeger sowie die Fachbetriebe des Schornsteinfegegewerbes.  Dem Verband  gehören 14 Regionalverbände übers ganze Land verteilt.

Die Tätigkeit des Zentralverbandes der Schornsteinfeger wird im Groben in zwei Hauptbereiche unterteilt: die Arbeit der Interessengemeinschaft und die Ausbildungstätigkeit.                              

Der oberste Entscheidungsgewalt liegt bei der Herbst- und Frühjahrsversammlung. In der Herbstversammlung, die jeweils im November stattfindet, werden die Ombudsmänner gewählt, sowie der Aktionsplan und  das Budget fürs kommende Jahr festgelegt. In der Frühjahrsversammlung im März hingegen wird der Jahresabschluss vom Vorjahr behandelt.

Der Verband wird von einem 7-köpfigen, in der Herbstversammlung gewählten Vorstand geleitet. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, aus zwei Stellvertretern und aus vier weiteren Mitgliedern.

Der amtierende Vorsitzender ist Tapio Lehtimäki aus Eura. Zudem gehören zur Organisation noch die Ausschüsse für die Bereiche Berufsbildung und Technik, welche beide vier Mitglieder umfassen.

Der Verband unterhält ein Büro mit drei Festangestellten: der  Geschäftsführer Juhani Jyrkiäinen,  die Büroleiterin Maarit Vepsäläinen und der Ausbildungsplaner Hannu Murtokare. Das Büro befindet sich in unmittelbarer nähe des Stadtzentrums Helsinki in Katajanokka.

Die wichtigsten Mitteilungsorgane des Verbands sind die Mitgliedsbriefe. Die Verbandspublikation NUOHOOJAT (SCHORNSTEINFEGER) wird vierteljährlich herausgegeben.

Der Zentralverband der Schornsteinfeger e.V. ist ein Mitglied der Europäischen Schornsteinfegerföderation seit deren Gründung im Jahre 1954. Der Verband ist ebenfalls ein Mitglied der  Föderation der Finnischen Unternehmern, des Zentralverband des Finnischen Rettungswesens,  der  Brandschutz- und Rettungsinformation e.V. und des Finnischen Bioenergieverbandes

Das Schornsteinfegegewerbe in Finnland

Das Schornsteinfegegewerbe in Finnland beschäftigt ca. 900 Personen. Knapp 450 von ihnen sind selbständige Bezirksschornsteinfeger, von denen etwa 100  ihre Funktion als Teilzeitarbeit ausüben.

Die Bezirksschornsteinfeger beschäftigen zusätzlich ca. 400 Leute.

Einige Gemeinden beschäftigen Schornsteinfeger auf Kontraktbasis.

Rettungsdienstgesetz und -Verordnung

Die Rechtsgrundlage für das Schornsteinfegegewerbe in Finnland bildet das Rettungsdienstgesetz und die -Verordnung. Nach dem Gesetz ist der Eigentümer bez. der  Bewohner eines Gebäudes verpflichtet dafür zu sorgen, dass die Feuerstätte und die Schornsteinanlagen sowie die Lüftungskanäle und -Anlagen nach vorbestimmtem Intervall sorgfältig gekehrt und gereinigt werden.

Das für das Rettungswesen zuständige Ministerium kann Anweisungen zum Kehren von Kaminen und Abgasanlagen sowie zur  Reinigung von Lüftungskanälen und -Anlagen geben.

Sollte es der Eigentümer oder der Bewohner eines Gebäudes unterlassen, die Schornsteinfegearbeiten gesetzeskonform durchzuführen, kann die Bezirksregierung den Säumiger durch Strafandrohung oder durch Androhung, dass die Arbeiten auf Kosten des Pflichtverweigerers  ausgeführt werden dazu zwingen. Zudem kann er wegen Verletzung des Rettungsdienstgesetzes zu einer Geldstrafe verurteilt werden.

Die gleiche Verordnung gilt auch für den Unterhalt des Fegeregisters.

Gemäß Artikel 63 des Rettungsgesetzes  „ist für die Schornsteinfeger,  für alle, die  selbständige Schornsteinfeger beschäftigen und für alle im Dienste eines regionalen Rettungswesens stehenden Schornsteinfeger ein entsprechender Fähigkeitszeugnis erforderlich.

Zur Organisation von Ausführung der Kehrarbeiten schreibt das Gesetz (§59) vor, dass das regionale Rettungswesen über die Art und Weise der Kehrarbeiten in ihrer Region entscheidet.

Das regionale Rettungswesen kann in ihrer Region oder in einem Teil ihrer Region

1) die Schornsteinfegedienste selbst anbieten (= regionales Schornsteinfegewesen) oder

2) sich die Dienste von einem anderen Dienstleistungsanbieter beschaffen (= Bezirks-Schornsteinfegewesen) oder

3) dass der Eigentümer oder der Bewohner des Gebäudes eine Vereinbarung direkt mit dem Dienstleistungsanbieter über die Kehrarbeiten trifft (=Kehrarbeiten auf Kontraktbasis).

Falls das regionale Schornsteinfegewesen die Kehrarbeiten auf unter Punkt 1 und 2 aufgeführter Art und Weise organisiert, bestimmt es auch die Kehrgebühren.

Ebenfalls ist die Meldung von Mängeln im Gesetz vorgeschrieben. Das Gesetz (§61) legt fest, dass sollte der Schornsteinfeger Mängel und Schäden, die ein Brandgefahrenherd bilden, feststellen, ist er verpflichtet, diese dem Vertreter des Kehrobjekts und den regionalen Rettungsbehörden schriftlich mitzuteilen.

Nach §62 des Gesetzes muss der Schornsteinfeger ein Kehrbuch führen. Er ist verpflichtet auf Verlangen den regionalen Rettungsbehörden unentgeltlich Informationen zukommen zu lassen. Die Daten sind für zehn Jahre vom Zeitpunkt der Ausführung der Arbeit aufzubewahren

Kehrverordung

Zusätzlich zu den vorher erwähnten Gesetzen, werden genauere Bestimmungen über die Kehrarbeit in der Verordnung des Innenministeriums festgelegt. Die Kehrverordnung wurde am 1.8. 2005 in Kraft gesetzt.

Die Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe, Mehrfachbrennstoff-Anlagen oder Ölfeuerungsanlagen und deren Abzüge sind alljährlich zu kehren und zu reinigen. Falls nicht anders vereinbart, brauchen die Feuerstellen in offenen Kaminen nicht gekehrt zu werden.

Eine nur mit Leichtöl betriebene Feuerungsanlage inklusiv Abzug muss in jährlichen Abständen gekehrt werden. Die zeitliche Bestimmung gilt nicht für die Feuerstelle und Feuerflächen des Heizkessels einer Zentralheizung.

Die Feuerstellen und Abzüge der vorwiegend für privaten Gebrauch verwendeten Ferienhäuser und dazugehörigen Saunen sind alle drei Jahre zu kehren. Die Feuerstellen und Abzüge von Ferienhäusern und deren Saunen, in regelmäßigen aber nicht im privaten Gebrauch, müssen jedes Jahr gekehrt werden.

Die Kehrarbeiten werden in einem zweckmäßigen Zeitpunkt ausgeführt. Darüber hinaus sind Feuerstellen und deren Abzüge, die drei Jahre außer Betrieb waren, vor Inbetriebnahme zu kehren.

Die beruflichen Qualifikationen der Schornsteinfeger

Die Schornsteinfeger fügen über zwei berufliche Fähigkeitsausweise: der Fähigkeitsausweis des Schornsteingesellen und der Spezialfähigkeitsausweis des Schornsteinfegemeisters. Sie beide stützen sich auf das Berufsbildungsgesetz, und beide haben einen eigenen Anforderungskatalog.

Für die Durchführung der Prüfungen zeichnet sich die vom Bildungsministerium ernannte staatliche, 4-köpfige  Prüfungskommission des Schornsteinfegegewerbes verantwortlich.  Der Verband hat dabei ein Vertreter, die nach dem Dreierprinzip die sog. Arbeitgeber repräsentieren.  

In der Kommission vertreten sind außerdem die selbständigen Gewerbetreibenden. Ihr Repräsentant wird von der Finnischen Unternehmerföderation ernannt. Ebenfalls vertreten sind die Arbeitnehmer, deren Vertreter von Gewerkschaft des Kommunalen Verbands bestimmt werden. Dazu kommt noch ein Repräsentant der Lehrergewerkschaft. Die Prüfungskommission erteilt einen befristeten Auftrag an eine Lehranstalt, die praktische Durchführung der Prüfungen zu vornehmen. Der jetzige Auftrag wurde dem Pirkanmaa Aikuisopisto erteilt.

Die Berufsbildung der Schornsteinfeger

Im Gegensatz zur Ausbildung in meisten anderen Berufskategorien, wird in Finnland keine schulische Berufsbildung für Schornsteinfeger angeboten.

Der Zentralverband der Schornsteinfeger bietet Berufsbildung für die Schornsteinfeger in Kursform an. Die vom Verband durchgeführte theoretische Grundausbildung bereitet die Schüler für die Abschlussprüfung vor.

Die  vom Verband organisierte Weiterbildung schaftt gute Voraussetzungen für die Spezialabschlussprüfung für Schornsteinfegemeister.

Der Verband führt zudem noch verschiedene ergänzende Ausbildungskurse durch, u.a. für fachspezifische Themen betreffend Lüftungsanlagen, das Einbauen der Innenabzüge, Buchführung und EDV.

Verantwortlich für die vom Verband organisierte Berufsbildung sind der Ausbildungsplaner und die Bildungsmeister des Verbandes, die gleichzeitig Verbandsmitglieder sind. Mangels eigenen Schulungsräumlichkeiten führt der Verband die Kurse im Kurhotel Peurunka in Laukaa

Unsere Kontaktinformation:

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